Meine Wunschpläne schienen sich langsam in die Realität umzuformen: ich buchte einen längeren Sprachaufenthalt in Amerika. Nun durfte ich mich ernsthaft damit befassen, was ich in dieser Zeit mit meiner Islandstute Flumbra anstellen sollte. Flumbra befand sich im besten Alter ihre Grundausbildung war soweit in einer guten Richtung nur an den Tölt hatte ich mich mangels Erfahrung noch nicht gewagt. Mir war von Anfang an klar, dass ich meine Maus nicht nur auf eine Weide stellen wollte und so machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Ausbildungsstall. 
Dank einem Tipp von einer Freundin gelangte ich auf die Homepage vom Quellberghof. Schnell wurden erste Mails ausgetauscht und ein Hofbesichtigungstermin abgemacht. So fuhren wir an einem schönen Maisonntag nach Weingarten. Von Zürich aus hatten wir die Fahrt in gut drei Stunden gemeistert. Freundlich wurden wir empfangen und der Hof wurde vorgestellt. Die grossen Gruppenausläufe, die tolle Reithalle und der saubere und gepflegte Eindruck gefielen uns auf Anhieb. Jede Frage wurde freundlich und kompetent beantwortet, so dass ich mich dazu entschlossen habe, meine Flumbra Ende Juli 2012 nach Weingarten auf den Quellberghof zu bringen.


Die Zollformalitäten waren einfach und schnell abgewickelt. Ich löste ein Carnet ATA und los gings. Die etwa 4,5 stündige Fahrt überstand meine Maus ohne Probleme. Freundlich wurden wir empfangen und vereinbarten sogleich eine erste kennen-lern-Stunde am Abend. Ich stellte meine Flumbra mit all ihren Eigenheiten und Besonderheiten in der Halle vor. Petra und ich tauschten uns in den kommenden 4 Tagen intensiv aus und so konnte ich meine Maus guten Gewissens in Weingarten zurück lassen und meinem Abenteuer gelassen entgegen blicken. 

Während meinem Auslandaufenthalt informierte mich Petra regelmässig per Mail über die Fortschritte von Flumbra und wies mich auf die Fotos auf der Homepage hin. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, dass meine Maus in den richtigen Händen ist und gut zu ihr geschaut wird. Auf den Fotos konnte ich jedenfalls eine zufriedene Flumbra bestaunen.

Die knapp 5 Monate vergingen wie im Flug und ich konnte meine Kleine wieder besuchen gehen. Gespannt ging ich auf sie zu und durfte ein überaus zufriedenes und motiviertes Pony begrüssen. Petra zeigte mir in der Halle wie sie in den letzten Monaten mit ihr gearbeitet hatte. Ich war begeistern! Ihre Hinterhand war deutlich aktiver, besser bemuskelt und beweglicher. Ihr Hals hatte an Muskelkraft zugenommen und zeigte sich ebenfalls dynamischer. Dann war ich dran. Ich konnte mein Pony locker und am langen Zügel tölten. Die Tipps von Petra unterstützten mich perfekt, um Flumbra so zu reiten wie ich mir das vorstellte: locker, einfach und leicht.


Ende Januar 2013 holte ich mein Pony zurück in die Schweiz und bin über meinen Entscheid, sie nach Deutschland zu bringen, sehr glücklich. Die Zusammenarbeit mit Petra und dem Team Quellberghof gestaltete sich einfach und sehr wertschätzend. Ich fühlte mich als Kunde sehr ernstgenommen und willkommen. Die offene Haltung gegenüber allen Pferderassen und Reit- und Denkweisen hat mir sehr imponiert. Ich fühlte mich komplett angenommen, auch wenn ich ’’nur’’ mit einem kleinen Wuschelpony da stand! Wir wurden ernst genommen und meine nicht ganz einfache Stute wurde so akzeptiert wie sie ist.

Die Tage in der Ferienwohnung auf dem Hof genoss ich sehr und fühlte mich wie im Urlaub. Ich werde im Sommer deshalb auch wieder mit meiner Maus eine Woche auf den Quellberghof in die Ferien fahren. Meine anfänglichen Bedenken, mein Pony ins Ausland zu geben, habe ich dank den immer einfacher werdenden Zollformalitäten schnell über Bord geworfen. Ich bin froh, habe ich den Schritt gewagt, denn nun habe ich eine sehr gute Basis, um mit meinem Pony weiter zu arbeiten.